Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität" - öffnet wieder seine Tore!

Alles auf einen Blick

  • Eppingen

Vergessen wir nicht, dass schon das über 500 Jahre alte Fachwerkgebäude seinen Namen einer historischen Pandemie verdankt, als im Jahr 1564 die Pest die Heidelberger Universität aus der Stadt auf das Land - und so eben auch nach Eppingen - vertrieb.

Ab sofort ist unser Haus wieder für Sie geöffnet - vorausgesetzt, Sie sind nachweislich getestet, geimpft oder genesen. Freuen Sie sich mit uns und schauen Sie, was es Neues zu entdecken gibt: die neue Ausstellung mit Stahlskulpturen von Rüdiger Seidt, einen digitalen Audio-Guide in Deutsch, Englisch und Französisch oder besuchen Sie einfach wieder einmal die ständige Sammlung des Museums.

Auch der entfallene Skulpturenspaziergang mit Rüdiger Seidt kann nun unter den gleichen Bestimmungen am 30. Juni nachgeholt werden. Doch zunächst gibt es den Spaziergang mit Gunther Stilling am 9. Juni, zu dem ab sofort Anmeldungen unter 07262-9201118 oder j.blaser(at)eppingen.de möglich sind.

Wir öffnen ab Pfingstsonntag unter Einhaltung aller notwendigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen wieder täglich außer montags (Pfingstmontag ist geöffnet) von 14 bis 16 Uhr bei freiem Eintritt und wünschen Ihnen von Herzen: Bleiben Sie gesund!

 

Besuchen Sie die virtuellen „Eppinger Museumsspaziergänge" - diese geben Einblicke in die ständigen Sammlungen und wechselnden Ausstellungen.
Hier gehts zu den "Eppinger Museumsspaziergängen"

https://www.eppingen.de/freizeit/museen/

 

 

In dem alemannischen Fachwerkbau von 1495, der zu den herausragenden Fachwerkbauten der Region gehört, fanden zur Zeiten der Pest Teile der Heidelberger Universität Zuflucht. Auf über 800 m² Ausstellungsfläche wurde hier das Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität" eingerichtet. Das Museum gilt inzwischen als wichtiges, überregional bedeutendes Museum zur Geschichte des Fachwerkbaus.

Neben der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung und den Exponaten zur Entwicklung der Stadt gelten besondere Schwerpunkte des Museums Bauern und Bastlern, Hopfen und Malz, der Geschichte der Eppinger Feuerwehr, die zu den ältesten Wehren Badens gehört, sowie dem jährlich in der Altstadt stattfindenen Künstlerfahnenfestival sowie Wechselausstellungen.

 

 

Die "Alte Universität" in der Altstadtstraße/Fleischgasse 1 ist mit einer Giebelbreite von 12 m, einer Trauflänge von 16,5 m und einer Höhe von   22,5 m das größte und höchste Fachwerkhaus in Eppingen. Wie die im Spitzbogenfenster rechts neben der Eingangstür eingemeißelte Jahreszahl beweist, wurde das eindrucksvolle Gebäude 1494/95 im Stile eines spätmittelalterlichen Kaufhauses gebaut.

Die Erdgeschosshalle diente ursprünglich als städtisches Fleischhaus, in dem die Metzger an neun Verkaufsbänken ihre Waren feilboten. Nach der Metzgerordnung des 15./16. Jahrhunderts durften die Metzger nur im Fleischhaus schlachten und verkaufen. Das erste OG besaß in der Südwestecke einen Saal, in dem öffentliche Veranstaltungen, aber auch Hochzeiten durchgeführt wurden. Während der Jahrmärkte konnten die auswärtigen Kaufleute ihre Waren anbieten. Auf den drei Speichergeschossen wurde das Getreide und in den zwei Kellern Wein gelagert; denn die Pacht für die stadteigenen Äcker und Weinberge wurde ebenso wie der Frucht- und Weinzehnte des Dorfes Mühlbach, von dem die Stadt 1/4 erhielt, als Naturalabgabe geleistet.

Während der Pest fand hier 1564/65 ein Teil der Artistenfakultät in Heidelberg Unterkunft. Die "Alte Universität" erinnert an dieses Ereignis.

1749 kaufte der Schulmeister Joh. Georg Rieger das „gemein Stadtfleischhaus“ und baute es im Stil seiner Zeit zu einem Wohnhaus um. Im Laufe der Zeit wuchs infolge Besitzzersplitterung die Zahl der Eigentümer auf 16 an, von denen die Stadt Eppingen zwischen 1965 und 1973 alle Anteile aufkaufte. Seit der Generalsanierung 1984/87 dient das Gebäude als „Stadt- und Fachwerkmuseum".


„Un ebbes Bsunders“
Das von einem Wappenhalter gehaltene Doppelwappen neben der Eingangstür zeigt links das kurpfälzische und rechts das gemmingen´sche Wappen. Es verweist darauf, dass zur Zeit der Errichtung dieses Fachwerkhauses Eppingen zur Kurpfalz gehörte, aber an die Ritter von Gemmingen verpfändet war. Dass beide Wappen gleich groß sind, stellt eine heraldische „Unerhörtheit“ dar, denn der Kurfürst der Pfalz stand als Landesherr und ranghöchster weltlicher Fürst nach dem Kaiser rangmäßig weit über den Reichsrittern von Gemmingen.


Erfahren Sie im Stadt- und Fachwerkmuseum mehr über Fachwerkbau und Landleben, Bauern und Bastler, Hopfen und Malz, Feuerwehrgeschichte und die „Eppinger Linie“. Das Fachwerkmuseum stellt die Geschichte vom frühen Holzbau zum Fachwerk dar – anschaulich verknüpft mit Einblicken in die Welt des Zimmermanns und in die Eppinger Stadtgeschichte. In der historischen Altstadt von Eppingen und auf dem Fachwerklehrpfad kann die Fachwerkkunst weiter studiert werden.



AUSSTELLUNGEN 2020

12. November 2020 bis Frühjahr 2021 (findet als virtuelle Ausstellung statt)
"Es schweigt das Mühlrad...."
Technik und Romantik der Raußmühle, Frank Dähling

12. November bis Mai 2021  - abgesagt / findet im November 2021 statt!
"Gänseliesel und Lohkästrippler"
Kinderleben im alten Eppingen - Große Mitmach-Ausstellung

 

Besuchen Sie auch die Museumsdependancen: Heimat- und Tabakmuseum Elsenz, Weinbaustube Kleingartach, Steinhauermuseum Mühlbach, Bauernmuseum Richen

 

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr
(Montag geschlossen)
Eintritt frei!
Schließtage:
24./ 25./ 26. und 31. Dezember
01. und 06. Januar
Preisinformationen

Der Eintritt ist frei!

Anreise

Anreise

Eppingen verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz und liegt verkehrsgünstig direkt an der Bundesstraße B293 als Ost-West-Tangente von Heilbronn nach Karlsruhe. Über den Autobahnzubringer L 1110 ist die Autobahn BAB 6 nach rund sieben Kilometern erreicht.

www.eppingen.de/freizeit/stadt-und-gaeste/anreise/

 

 

Parken

Parken in Eppingen

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit den Angeboten der Albtal-Verkehrsgesellschaft und der Deutschen Bahn ist auch der Öffentliche Personennahverkehr in Eppingen gut erschlossen. Mit der S4 lassen sich Ziele auf der Stadtbahnstrecke zwischen Öhringen im Landkreis Künzelsau und Baden-Baden erreichen und mit der S5 der Deutschen Bahn sind Heidelberg und Mannheim als wichtige Fernbahnhöfe gut erreichbar.

www.eppingen.de/freizeit/stadt-und-gaeste/anreise/

 

 


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