Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität"

Alles auf einen Blick

  • Epp

Das Stadt- und Fachwerkmuseums „Alte Universität" im Herzen der Eppinger Altstadt öffnet wieder seine Pforten. Unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen und bei einer Begrenzung der Besucher auf maximal 15 Personen ist der Besuch des Museums ab dem 6. Mai wieder zu den normalen täglichen Öffnungszeiten von 14 bis 16 Uhr möglich. Montag bleibt wie gehabt Ruhetag des Museums.


Die Museumsdependancen Steinhauermuseum in Mühlbach, das Bauernmuseum in Richen, das Heimat- und Tabakmuseum in Elsenz und die Weinbaustube in Kleingartach müssen in diesem Jahr über die Museumssaison geschlossen bleiben. Termine mit Einzelpersonen sind nach telefonischer Vereinbarung eingeschränkt möglich, Tel. 07262/920-1151.

 

Als kleine Entschädigung produziert das Museum kurze Filme. Die virtuellen „Eppinger Museumsspaziergänge" geben Einblick in die ständigen Sammlungen und wechselnden Ausstellungen.
Hier gehts zu den "Eppinger Museumsspaziergängen"

https://www.eppingen.de/freizeit/museen/

 

 

In dem alemannischen Fachwerkbau von 1495, der zu den herausragenden Fachwerkbauten der Region gehört, fanden zur Zeiten der Pest Teile der Heidelberger Universität Zuflucht. Auf über 800 m² Ausstellungsfläche wurde hier das Stadt- und Fachwerkmuseum "Alte Universität" eingerichtet. Das Museum gilt inzwischen als wichtiges, überregional bedeutendes Museum zur Geschichte des Fachwerkbaus.

Neben der vor- und frühgeschichtlichen Sammlung und den Exponaten zur Entwicklung der Stadt gelten besondere Schwerpunkte des Museums Bauern und Bastlern, Hopfen und Malz, der Geschichte der Eppinger Feuerwehr, die zu den ältesten Wehren Badens gehört, sowie dem jährlich in der Altstadt stattfindenen Künstlerfahnenfestival sowie Wechselausstellungen.

 

 

Die "Alte Universität" in der Altstadtstraße/Fleischgasse 1 ist mit einer Giebelbreite von 12 m, einer Trauflänge von 16,5 m und einer Höhe von   22,5 m das größte und höchste Fachwerkhaus in Eppingen. Wie die im Spitzbogenfenster rechts neben der Eingangstür eingemeißelte Jahreszahl beweist, wurde das eindrucksvolle Gebäude 1494/95 im Stile eines spätmittelalterlichen Kaufhauses gebaut.

Die Erdgeschosshalle diente ursprünglich als städtisches Fleischhaus, in dem die Metzger an neun Verkaufsbänken ihre Waren feilboten. Nach der Metzgerordnung des 15./16. Jahrhunderts durften die Metzger nur im Fleischhaus schlachten und verkaufen. Das erste OG besaß in der Südwestecke einen Saal, in dem öffentliche Veranstaltungen, aber auch Hochzeiten durchgeführt wurden. Während der Jahrmärkte konnten die auswärtigen Kaufleute ihre Waren anbieten. Auf den drei Speichergeschossen wurde das Getreide und in den zwei Kellern Wein gelagert; denn die Pacht für die stadteigenen Äcker und Weinberge wurde ebenso wie der Frucht- und Weinzehnte des Dorfes Mühlbach, von dem die Stadt 1/4 erhielt, als Naturalabgabe geleistet.

Während der Pest fand hier 1564/65 ein Teil der Artistenfakultät in Heidelberg Unterkunft. Die "Alte Universität" erinnert an dieses Ereignis.

1749 kaufte der Schulmeister Joh. Georg Rieger das „gemein Stadtfleischhaus“ und baute es im Stil seiner Zeit zu einem Wohnhaus um. Im Laufe der Zeit wuchs infolge Besitzzersplitterung die Zahl der Eigentümer auf 16 an, von denen die Stadt Eppingen zwischen 1965 und 1973 alle Anteile aufkaufte. Seit der Generalsanierung 1984/87 dient das Gebäude als „Stadt- und Fachwerkmuseum".


„Un ebbes Bsunders“
Das von einem Wappenhalter gehaltene Doppelwappen neben der Eingangstür zeigt links das kurpfälzische und rechts das gemmingen´sche Wappen. Es verweist darauf, dass zur Zeit der Errichtung dieses Fachwerkhauses Eppingen zur Kurpfalz gehörte, aber an die Ritter von Gemmingen verpfändet war. Dass beide Wappen gleich groß sind, stellt eine heraldische „Unerhörtheit“ dar, denn der Kurfürst der Pfalz stand als Landesherr und ranghöchster weltlicher Fürst nach dem Kaiser rangmäßig weit über den Reichsrittern von Gemmingen.


Erfahren Sie im Stadt- und Fachwerkmuseum mehr über Fachwerkbau und Landleben, Bauern und Bastler, Hopfen und Malz, Feuerwehrgeschichte und die „Eppinger Linie“. Das Fachwerkmuseum stellt die Geschichte vom frühen Holzbau zum Fachwerk dar – anschaulich verknüpft mit Einblicken in die Welt des Zimmermanns und in die Eppinger Stadtgeschichte. In der historischen Altstadt von Eppingen und auf dem Fachwerklehrpfad kann die Fachwerkkunst weiter studiert werden.



AUSSTELLUNGEN 2020

6. Februar bis 5. April 2020 - verlängert bis zum 28.06.2020!!
"Hand und Fuß"  ( im Museum und in der Eppinger Altstadt)
Gunther Stilling 

23. April bis 5. Juli 2020  -  ABGESAGT!!
"Es schweigt das Mühlrad...."
Technik und Romantik der Raußmühle, Frank Dähling

16. Juli bis 4. Oktober 2020
24. Künstlerfahnenfestival "Aufgeblüht"
Flag- und Wallflowers, Susanna Taras

12. November bis Mai 2021
"Gänseliesel und Lohkästrippler"
Kinderleben im alten Eppingen - Große Mitmach-Ausstellung

 

Besuchen Sie auch die Museumsdependancen: Heimat- und Tabakmuseum Elsenz, Weinbaustube Kleingartach, Steinhauermuseum Mühlbach, Bauernmuseum Richen

 

Allgemeine Informationen

Öffnungszeiten
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 14 bis 16 Uhr
(Montag geschlossen)
Eintritt frei!
Schließtage:
24./ 25./ 26. und 31. Dezember
01. und 06. Januar
Preisinformationen

Der Eintritt ist frei!


Was möchtest Du als nächstes tun?