St. Rochus Kapelle

Alles auf einen Blick

  • Bad Schönborn

Dieses 1895 errichtete Gotteshaus hatte zwei Vorgängerbauten: 1667 entstand nach einem, dem Pestheiligen Rochus gegebenen Gelübde, eine erste (hölzerne) Kapelle. Nachdem Papst Benedikt XIV. den Wallfahrern einen vollkommenen Ablass gewährt hatte, wuchs die Zahl der Pilger im 18. Jahrhundert, was das Gebäude stark strapazierte. Die baufällig und viel zu klein gewordene fürstbischöfliche Kapelle wurde von Damian Hugo von Schönborn durch einen wesentlich größeren Bau ersetzt. Der fiel der Aufklärung zum Opfer – 1809 ordnete die großherzogliche badische Landesregierung den Abbruch an, um die Auswüchse des barocken Frömmigkeitslebens einzudämmen. Fast vier Jahre lang leisteten die Mingolsheimer trotz Strafandrohungenlisten reichen Widerstand, bis die Kapelle unter staatlicher Zwangsgewalt niedergerissen wurde. Der aus Mingolsheim stammende Päpstliche Hausprälat Professor Schanzenbach und der Mingolsheimer Ortspfarrer Münch setzten Ende des 19. Jahrhundert, getragen von einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung, einen Neubau durch. Nach umfassender Renovierung unter Pfarrer Kesenheimer strahlt die Kapelle heute in ungewöhnlicher Harmonie als ein Kleinod neugotischer Baukunst. Die denkmalgeschützte Orgel des ungarischen Orgelbauers Matthias Strmiska aus dem Jahr 1910 wurde 1988 in die Kapelle übertragen.

Auf der Karte

Bruchsaler Straße

76669 Bad Schönborn



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