Marktplatz Mingolsheim

Alles auf einen Blick

  • Bad Schönborn

Nach der Christianisierung des Dorfes namens „Munigoldesheim“ wurde eine erste Kirche im Bereich des heutigen Marktplatzes erstellt. Als der Ort wuchs, entstand ein größeres Gotteshaus an der Stelle, an der es noch heute steht. Der Marktplatz wird heute dominiert durch das Rathaus, das bereits auf das Jahr 1581 zurückgeht. Es dürfte ursprünglich einen Laubengang besessen haben. 1768 wurde es im barocken Stil erweitert und durch Fachwerkobergeschosse ergänzt. Den Platz beherrscht die „Wagenlenker“-Plastik von Jürgen Goertz (Angelbachtal). Goertz erfüllte sich mit diesem Kunstwerk seinen Jugendtraum, nämlich den antiken Wagenlenker von Delphi neu zu gestalten. Ross und Wagenlenke sind jeweils auf die Köpfe reduziert. Außergewöhnlich ist der würfelförmige Aufsatz auf dem Kopf des Wagenlenkers, einem Selbstbildnis des Künstlers. Wie dem Teilnehmer am Wagenrennen ergeht es auch dem Künstler und jedem Menschen bei der Ausübung einer Tätigkeit: er hofft auf Gelingen und fürchtet gleichzeitig ein Misslingen. Diese Grundbefindlichkeit des Menschen soll die auf dem Kopf stehende Siegestreppe zum Ausdruck bringen. Jeder Teilnehmer wird während des Rennens von dem Gedanken beherrscht, am Ende auf der Siegestreppe zu stehen; doch durch die umgekehrte Treppe soll als Schicksalsalternative das mögliche Scheitern dargestellt werden. Es bleibt jedem unbenommen, den Wagenlenker auch als legendären Munigold, den Namensgeber unseres Ortes, zu interpretieren, aus dem durch die fränkische Ortsnamensendung „heim“ der frühere Ortsname „Munigoldesheim“ entstand.

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76669 Bad Schönborn


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