Fachwerkhaus "Steingasse 4"

Alles auf einen Blick

  • Eppingen

Das 1457 erbaute Fachwerkhaus in der Steingasse 4 gilt als das zweitälteste in Eppingen. 

Ältere Eppinger kennen es noch unter dem Namen "Frankeburg".

Dank des Einsatzes des Fördervereins Raußmühle und der finanziellen Unterstützung durch die Stadt konnte das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude vor dem Verfall bewahrt werden und ist nun wieder ein begehbares, historisches Kleinod, in dem Besucher bei Führungen - nach der Corona-Pandemie - einen Einblick in die Eppinger Stadtgeschichte, in das Leben der vergangenen Jahrhunderte werfen können. 

Das Fachwerkhaus Steingasse 4 wurde 1457 von einem Mann aus der damaligen sozialen Mittelschicht der Stadtgesellschaft nahe der Stadtmauer erbaut. 

In dem Fachwerkhaus finden sich Spuren der zurückliegenden Jahrhunderte. Es gibt einen Kriechkeller, ein Stockwerk darüber zeugt ein winziger Stall neben dem Treppenaufgang davon, wie nahe hier einst Mensch und Tier zusammenlebten und in den jeweils zwei Zimmern der beiden Stockwerke darüber wohnten im 19. Jahrhundert wohl zwei Großfamilien: 20 Personen in vier Räumen. 

Besonders sind an dieser Fachwerkschönheit der Schwebegiebel und der Flugsparren. Im Gegensatz zum berühmten Baumann´schen Haus sitzen hier die Eckständer nicht auf den Schwellen, sondern gehen durch bis auf die Deckenbalken - das ist ein Kennzeichen des alemannischen Fachwerks.Die Datierung auf 1457 gelang durch eine Untersuchung der Jahresringe. Heraus kam, dass das Haus ein halbes Jahrhundert vor Beginn der Bauernkriege errichtet worden war. Das Dach ist teils mit Hohlziegeln, Mönch- und Nonnenziegeln sowie mit Biberschwänzen gedeckt.  

Auf der Karte

Steingasse 4

75031 Eppingen


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